Kiefer / Föhre
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Die botanische Bezeichnung lautet: Pinus sylvestris L und sie gehört in die Familie der Pinaceae.

Handelsnamen: Kiefer / Föhre Deutschland
  Scots pine, Redwood Grossbritannien
  Pin sylvestre Frankreich
  Pino silvestre Italien
  Forle, Forche Österreich

Vorkommen:

Weit verbreitet über ganz Europa von Spanien bis zur Arktis, besonders in Nord- und Ost-Europa bis nach Sibirien und Asien.

Charakter:

Infolge der weitläufigen geografischen Verbreitung der Kiefer/Föhre, sind die Wuchsbedingungen und die Struktur sehr unterschiedlich. Dies wirk sich vor allem auf Textur, Dichte Astbildung etc. aus. Die Kiefer/Föhre ist sehr raschwüchsig. Sie erreicht gewöhnlich Höhen bis etwa 30m, bei besonders günstigen Standorten auch bis über 40m und Durchmesser bis und über 100 cm. Die Wuchsformen sind je nach Standort sehr unterschiedlich, wobei man im Allgemeinen davon ausgehen kann, dass der Schaft bis zur Hälfte, evtl. auch bis zu 2/3 astfrei ist. Die Rinde ist braunrot, glatt, dünnschuppig und abblätternd. Mit zunehmendem Alter bildet sich eine tiefrissige Borke. Splint und Kernholz sind stets scharf getrennt. Der Splint ist unterschiedlich breit und weiss bis gelblich, während das Kernholz im frischen Zustand gelblich bis rötlich-braun ist, aber an der Luft schnell nachdunkelt. Die dunkleren, rotbraunen Jahresringe sind durch das Spätholz scharf markiert. Die Harzkanäle sind deutlich sichtbar und grösser als bei Fichte und Lärche. Im frischen Einschnitt hat die Kiefer/Föhre einen aromatischen Geruch, aber keinen besonderen Geschmack. Die Struktur ist gewöhnlich gradfaserig, die Textur ziemlich grob und oft unregelmässig. Die Trocknung vollzieht sich sehr schnell und gut, wobei mit einer leichten Tendenz zum Reissen und Werfen gerechnet werden muss. Ausserdem wird die Kiefer/Föhre sehr leicht vom Bläuepilz befallen, weshalb ein rechtzeitiger Einschnitt und eine sorgfältige Stapelung unter Schuppen zu beachten ist. Das Splintholz lässt sich gut imprägnieren, währen das Kernholz weitgehend resistent ist. Kiefer/Föhre schwindet mässig und ist bedingt witterungsfest. Das Holz ist weich, leicht, schwach elastisch und leicht spaltbar. Die Bearbeitung ist mit allen Werkzeugen leicht durchzuführen. Die Oberflächenbehandlung kann durch Astigkeit und Harzgehalt etwas schwierig sein, wobei aber im allgemeinen Leim, Farbe, Firnis und Lack gut angenommen werden. Auch messer- und schälbar. Gewicht des frischen Rundholzes ca. 800 kg/m3, des luftrockenen Schnittholzes ca. 600 kg/m3, spezifisches Gewicht 0.52 bei 15% Feuchtigkeitsgehalt.

Verwendung:

Zunächst für alle Bau- und Konstruktionszwecke innen und aussen, als Bauholz, zu Fenster, Türen, Parkett, Fussboden, zu Eisenbahnschwellen, Maste, als Faser- und Grubenholz, aber auch in der Kunsttischlerei, dem Möbelbau, der Sperrholz- und Furnierindustrie, sowie für alle sonstigen Nadelholz-Zwecke.

Handel:

Es besteht ein ständiger Bedarf in Rund- und Schnittholz, sowohl aus einheimischen Produktionen, wie auch Import in bedeutenden Mengen, vor allem aus den nord- und osteuropäischen Gebieten.